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Elf Frauen, ein Traum, eine Weltmeisterschaft

Es gibt Geschichten, die so unglaublich sind, dass man sie für erfunden halten könnte – und gerade deshalb unbedingt erzählt werden müssen. „Kick Like a Woman“ ist eine davon. Ein Musical, das nicht leise beginnt, sondern mit einem Pfiff: dem Anpfiff eines Teams, das auszog, um das vermeintlich Unmögliche möglich zu machen. Nach umjubelten Tryouts feiert das Stück nun seine Weltpremiere im Kölner Depot 1 – als mitreißende, musikalische Hommage an den Mut von Frauen, die für ihren Traum einstanden und sich nicht aufhalten ließen.

 

Die wahre Geschichte: David gegen Goliath auf dem Rasen

Westdeutschland, 1981. Frauenfußball ist nicht mehr verboten – aber er wird belächelt, kleingehalten, nicht ernst genommen. Als Taiwan die erste inoffizielle Fußballweltmeisterschaft der Frauen ausrichtet und auch eine deutsche Mannschaft einlädt, winkt der DFB ab: Es gäbe ja gar keine Frauen-Nationalmannschaft. Punkt.

Die Spielerinnen der SSG 09 Bergisch Gladbach – damals das beste Frauenfußballteam Deutschlands – akzeptieren dieses Nein nicht. Aus eigener Kraft, mit eigenem Geld und gegen jeden Widerstand reisen sie nach Taipeh. Dort spielen die Rheinländerinnen das Turnier ihres Lebens und holen mit 25 Toren den Weltmeistertitel – eine Pionierleistung, die die Fußballwelt verändern sollte. Es ist die klassische David-gegen-Goliath-Erzählung: Ein Frauenfußballteam aus der Provinz gegen ein ganzes System – und am Ende siegt der Mut.

 

Conny: Vom Mauerblümchen zur selbstbewussten Weltmeisterin

Wahrheit und Fiktion verschmelzen zu einer ganz eigenen Geschichte und im Musical spielt das Schicksal einer jungen Kellnerin die zentrale Rolle: Conny. Achtzehn Jahre alt, voller unausgesprochener Träume, eingeengt von einem strengen Vater, der an alten Rollenbildern festhält. Als sie auf die Spielerinnen der SSG 09 trifft, nimmt ihr Leben Fahrt auf. Sie beginnt zu spielen – gegen den Willen des Vaters, allein für sich. Sie findet die Liebe, findet Freundschaft, findet vor allem: sich selbst. Conny und all die anderen Charaktere sind erfunden und nur in die Grundstory um die außergewöhnliche Frauenweltmeisterschaft gebettet.

Connys Verwandlung vom scheuen Mauerblümchen zur Frau, die mit Leidenschaft für ihre Träume und Ziele einsteht, ist mehr als eine persönliche Siegesgeschichte. Es ist ein Sinnbild für „female empowerment“; für all jene Frauen, die gelernt haben, sich gegen überholte Erwartungen zu behaupten – auf dem Platz, im Alltag, im Leben generell.

Zusammenhalt als stärkste Kraft: Was diese Mannschaft trägt, ist nicht das besondere fußballerische Talent allein, sondern etwas, das größer ist als jede einzelne Spielerin: Teamgeist. „Kick Like a Woman“ erzählt eindrücklich, wie aus einer Gruppe von Außenseiterinnen eine Einheit wird – verschworen, verletzlich, unschlagbar.

 

Musik, die unter die Haut geht

Komponist Stephan Kanyar, mehrfach ausgezeichnet mit dem Deutschen Musical Theater Preis, hat für „Kick Like a Woman“ eine Musik geschrieben, der genau ins Herz trifft – emotional und mitreißend gleichermaßen. Zwischen Stadion-Atmosphäre und intimen Balladen, zwischen dem Pulsschlag der 80er-Jahre und zeitlosen Gefühlen von Sehnsucht, Wut und Triumph entsteht ein musikalischer Kosmos, der die Zuschauerinnen und Zuschauer von der ersten Sekunde an mitreißt – und spätestens beim Schlussjubel mit Gänsehaut zurücklässt.

 

Ein Buch mit Humor und Herz

Für das Buch von „Kick Like a Woman“ zeichnet eine Frau verantwortlich, die selbst weiß, wie man aus wahren Geschichten große Bühnenstoffe macht: Constanze Behrends. Die vielfach ausgezeichnete Autorin rief in Berlin-Wedding das „prime time theater“ ins Leben und machte sich mit der Kultserie „Gutes Wedding, schlechtes Wedding“ weit über die Hauptstadt hinaus einen Namen. Mit feinem Gespür für Timing und Tiefe verwandelt Behrends nun die Lebensgeschichten der Weltmeisterinnen in ein Buch, das zum Lachen und zum Weinen bringt – und das Publikum mitnimmt auf eine Reise, die so nur das echte Leben schreiben konnte.

 

Top-Talente der deutschen Musicalszene

Getragen wird „Kick Like a Woman“ von einem Ensemble, das die deutsche Musical-Landschaft bestens kennt und ihr neue Energie verleiht. In der Rolle der Conny steht Antonia Kalinowski auf der Bühne, bekannt unter anderem aus „Jesus Christ Superstar“. Eine echte Entdeckung! An ihrer Seite spielt Alina Simon, die unter anderem in „Mrs. Doubtfire“ zu erleben war, während Amber Chiara Eul – bekannt aus „Cabaret“ – und Christian Sattler, der zuvor in „The Addams Family“ brillierte, das Ensemble komplettieren.

Als Trainerin Helga bringt Karen Müller ihre langjährige Bühnenerfahrung ein: Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin, ausgebildet an der Folkwang Universität der Künste in Essen, war unter anderem in „Ku’damm 59″ zu erleben. In der Rolle der Schlumpf, Connys treuer Mitspielerin, überzeugt Joana Henrique-Jakobs, die an der renommierten Joop van den Ende Academy in Hamburg ausgebildet wurde und bereits als Ensemblemitglied von „Mamma Mia!“ auf vielen Bühnen für Begeisterung sorgte. Als Connys Vater Gerd Walter gibt Michael Ophelders dem strengen Patriarchen Tiefe und Ambivalenz: Das Urgestein der deutschen Musicalszene ist seit über 35 Jahren auf den großen Bühnen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz zuhause, wurde unter anderem mit dem Deutschen Musical Theater Preis ausgezeichnet.

Gemeinsam mit weiteren erfahrenen Darstellerinnen und Darstellern der Szene verschmelzen sportliche Dynamik und schauspielerische Tiefe zu einem Cast, der die Geschichte der Weltmeisterinnen von 1981 mit Herzblut, Humor und beeindruckender stimmlicher Präsenz zum Leben erweckt.

 

LED-Technik für mehr als 30 Szenenwechsel

Technisch setzt „Kick Like a Woman“ neue Maßstäbe im deutschsprachigen Musiktheater. Bühnenbildnerin Britta Tönne und Illustrator FuFu Frauenwahl haben gemeinsam ein Bühnenbild entwickelt, das modernste LED-Technologie nutzt, um binnen Sekunden zwischen den Schauplätzen zu wechseln – vom Vereinsheim in Bergisch Gladbach bis ins WM-Stadion von Taipeh. Mehr als 30 Szenenwechsel gelingen so nahtlos und in atemberaubendem Tempo – eine Geschwindigkeit, die im deutschsprachigen Raum ihresgleichen sucht. Die LED-Screens lassen das Publikum unmittelbar in die bunte, pulsierende Ästhetik der 1980er-Jahre eintauchen, während die Dramaturgie keine Verschnaufpause kennt.

 

Ein Kreativteam der deutschen Musicalszene

Regie führt Gil Mehmert („Das Wunder von Bern“), einer der profiliertesten Musiktheater-Regisseure Deutschlands, der die David-gegen-Goliath-Geschichte als emotionsgeladenes Musiktheaterstück inszeniert. Das Buch stammt von Constanze Behrends, preisgekrönt unter anderem für „Klassenkampf“ (Deutscher Musicaltheaterpreis, Bestes Buch). Die Musik komponierte Stephan Kanyar. Produziert wird das Stück von apiro Stage, dem Team hinter dem Kölner Erfolgsmusical „Himmel und Kölle“ – Produzenten, die seit jeher ein Gespür für starke Frauenfiguren und Geschichten mit Haltung haben.

 

Licht & Klang für eine perfekte Atmosphäre

Für die atmosphärische Tiefe von „Kick Like a Woman“ sorgt Lichtdesigner Michael Grundner. Sein Lichtkonzept verwandelt die LED-Bühnenwelt von Britta Tönne in ein lebendiges, pulsierendes Spielfeld – mal grell wie Flutlicht im Stadion, mal warm und intim für Momente unter vier Augen. Umgesetzt wird diese Lichtvision von Fabian Lehmhof, der dafür sorgt, dass jeder Szenenwechsel exakt im richtigen Moment zündet.

Für den brillanten Klang der Show zeichnet Sounddesigner Jörg Grünsfelder verantwortlich, der die akustische Welt des Musicals kreativ gestaltet und ihr ihre unverwechselbare Signatur verleiht. Operativ am Mischpult umgesetzt wird sein Konzept von Tim Giebitz, der jeden Ton präzise steuert. Und H. C. Petzold bringt als musikalischer Leiter mit seiner Band die Kompositionen von Stephan Kanyar live auf die Bühne und sorgt dafür, dass jede Note, jeder Schlag und jeder Gänsehautmoment das Publikum unmittelbar erreicht.

Alle Fäden laufen bei André Lyrmann von al-media zusammen, und er schafft es immer wieder, dass alles ganz reibungslos wie von Zauberhand läuft.

 

DEPOT 1 – Industriecharme trifft Musical-Magie

Das Depot 1 liegt auf dem geschichtsträchtigen Gelände des ehemaligen Carlswerks in Köln-Mülheim – einem Ort, an dem schon vor 150 Jahren Pioniergeist zuhause war. 1874 gründete Franz Carl Guilleaume hier die Produktionsstätte von Felten & Guilleaume, die bald zu einem der bedeutendsten Industrieunternehmen Europas aufstieg: Aus den Hallen am Rhein wurden Drähte, Kabel und Seile in die ganze Welt geliefert, 1904 sogar das erste transatlantische Telefonkabel, das Nordamerika und Europa miteinander verband. Das Carlswerk war ein Ort, an dem Grenzen überwunden und Verbindungen geschaffen wurden, die zuvor unmöglich schienen.

Seit 2013 schlägt in den ehemaligen Industriehallen ein neues Herz: Als Interimsspielstätte des Schauspiel Köln verwandelte sich das Depot über die Jahre von einem Provisorium zu einem lebendigen, geliebten Kulturort mit ganz eigenem Charakter – roh, authentisch und voller Atmosphäre.

Nun wird das Depot 1 zur Musical-Bühne umgebaut: ein Ort, der einst Geschichte aus Stahl und Kupfer schrieb, wird zur Bühne für eine Geschichte aus Mut, Leidenschaft und Teamgeist. Industriecharme trifft Musical-Magie – und ein Gebäude, das schon einmal die Welt verband, verbindet nun das Publikum mit den Weltmeisterinnen von 1981.

 

Details zur Weltpremiere

Spielzeit:         14. November 2026 bis 30. April 2027
Ort:                   Depot 1, Schanzenstraße 6 – 20, 51063 Köln-Mülheim
ÖPNV:             In fußläufiger Entfernung
Parkplätze:     In unmittelbarer Nähe
Tickets:           unter www.kicklikeawoman.de

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Public Cologne GmbH
Bild/Motiv: Team beim Medientag
Credit: Charlotte Torchalla